Volles Haar dank einer Eigenhaarverpflanzung

Sehr viele Menschen in Deutschland leiden oder litten schon einmal an Haarausfall. Während sich einige damit abfinden und mit einer Glatze leben können, macht anderen der genetisch oder krankhaft bedingte Haarausfall schwer zu schaffen. Die meisten wollen mit einem schönen und dichten Kopfhaar leben, für viele ist dies auch ein Inbegriff von Schönheit. In einigen Fällen macht eine Glatze einen Menschen aber auch erst interessant. Jedoch sieht man wesentlich mehr Männer mit einer Glatze als Frauen.

Um wieder volles Haupthaar zu besitzen, besteht die Möglichkeit einer Eigenhaarverpflanzung. Hierbei werden einzelne Haare oder Haarbüschel mitsamt Haarwurzel transplantiert. Die Haartransplantation wird meist bei der Kopfbehaarung angewandt, jedoch können auch andere behaarte Hautstellen transplantiert werden. Damit können beispielsweise Augenbrauen rekonstruiert werden. Bei Männern kann damit auch ein Bartersatz nach einer behobenen Lippen-Kiefer-Gaumenspalte erzeugt werden.

Die Haarverpflanzung oder Haartransplantation wird schon seit dem 18. Jahrhundert angewandt. Damals jedoch noch ohne nennenswerten Erfolg. Der erste Durchbruch gelang erst durch den japanischen Arzt Okuda, welcher die Haare mithilfe von Punchtechnik verpflanzte. Diese Technik ist die älteste, wird jedoch auch heute nach angewandt. Die zweite und heute am häufigsten angewandte Technik, wurde durch einen deutschen Arzt erfunden. Manfred Lucas vollzog die erste Behandlung mit so genannten Mini- bzw. Micrografts. Dabei wird ein größerer Hautstreifen entfernt, welcher in kleinere Haarinseln unterteilt wird. Diese Haarinseln werden anschließend verpflanzt.

Bei der Streifenentnahme & Einsetzung follikularer Einheiten handelt es sich um eine Weiterentwicklung der eben genannten Technik. Hier wird der entfernte Haarstreifen jedoch unter einem Mikroskop in seine natürlichen Bündelungen unterteilt. Ähnlich funktioniert auch die modernste aller Methoden, die Follicular Unit Extraction. Bei dieser Methode werden die Haare jedoch gleich in ihren natürlichen Bündelungen entnommen, anschließend gelagert und dann verpflanzt. Bei dieser Methode können auch Körperhaare wie Augenbrauen oder Barthaare transplantiert werden. Allerdings ist das ganze sehr zeitaufwendig.

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