Die Zeit einmal schneller drehen

Wie oft wünscht man es sich, dass die Zeit doch ein wenig schneller vergehen möge. In der Realität ist ein solches Phänomen leider nicht möglich, denn gegen Langeweile ist in dieser Form noch kein Rezept gefunden worden. Wenn man allerdings schon etwas erlebt hat, dann lässt sich die Zeit im Nachhinein sehr wohl ein wenig schneller drehen. So ist es ein beliebtes filmisches Stilmittel, die Zeit zu beschleunigen und somit Veränderungen, beispielsweise in der Natur oder beim Errichten von Gebäuden, so schnell darzustellen, als hätten sie nur wenige Minuten oder Sekunden gedauert, während der Verlauf aber in Wahrheit Tage oder gar Jahre andauerte.

Bei dieser Methode handelt es sich um den so genannten Zeitraffer, man rafft also die Zeit zusammen und verkürzt sie damit. Rein technisch gesehen, wird die Bildfrequenz der Aufnahmekamera dabei im Verhältnis zur Abspielfrequenz einfach herabgesetzt. Beim Abspielen der Aufnahmen handelt es sich dann um die normale Geschwindigkeit, was beim Zuschauer den Eindruck hinterlässt, dass der aufgenommene Vorgang in Wirklichkeit viel schneller abgelaufen ist. Besonders an großen Baustellen lassen sich so Veränderungen deutlich erkennen, die sonst im wahren Leben niemandem so richtig aufgefallen wären. Mehr Informationen darüber gibt es unter anderem auf Panterra.tv.

Immer dann, wenn etwas auf sehr langsame Weise entsteht, so dass tägliche oder wöchentliche Veränderungen für das menschliche Auge nicht erkennbar sind, ist so ein Film im Zeitraffer etwas ganz Besonderes, das ist nicht nur bei Baustellen so, die sich ja ständig unbemerkt verändern, sondern auch im Genre der Naturfilme. So können Jahreszeiten innerhalb von kurzer Zeit wechseln oder eine Schwangerschaft innerhalb von Sekunden über die Bühne gehen. Natürlich braucht der Filmende hierfür spezielle technische Voraussetzungen, doch die Profis sind entsprechend ausgestattet und können so mit ihrer Kamera aus einem langen und unscheinbaren Ablauf ein regelrecht aufregendes Erlebnis machen.

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